Der Bankrott durch Organe juristischer Personen

Zugleich ein umfassender Beitrag zur historischen Entwicklung des Insolvenzstrafrechts

Buchcover BS 05

Autorin: Paul Sebastian Hager

Seiten: 278

Erscheiningsjahr: 2007

ISBN: 978-3-927983-75-5

€ 29,-
incl. MwSt.

Stern

Die strafrechtliche Bewertung einer Tat kann auf den ersten Blick oft völlig anders ausfallen, als sie durch die Gerichte in ständiger Rechtsprechung tatsächlich erfolgt. Ein Beispiel hierfür ist die Interessentheorie zur Abgrenzung des Bankrotttatbestandes (§ 283 StGB) und der Untreue (§ 266 StGB) bei Taten von Organen juristischer Personen, die über § 14 Abs. 1 Nr. 1 StGB der Strafverfolgung unterliegen. Angewandt wird diese Theorie von der Rechtsprechung fast ohne Abweichung seit dem Jahre 1908. Beruhend auf der zuvor erwähnten Abgrenzungsfrage und auf einer einleitenden Schilderung der historischen Entwicklung des Insolvenzstrafrechts im Allgemeinen, stellt die Arbeit den heutigen Sachstand in dieser Streitfrage und dessen praktische Auswirkungen dar. Abschließend nutzt der Autor vor allem die geschichtlichen Erkenntnisse, um die Interessentheorie zu entkräften und einen eigenen objektiv-funktionalen Ansatz zu begründen.

Paul Sebastian Hager wurde am 28. Februar 1975 in Essen geboren. Ab 1996 studierte er Rechtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Das Studium schloss er im September 2000 mit der ersten juristischen Staatsprüfung ab. Seinen anschließenden Referendardienst versah er ab März 2001 beim Landgericht Bochum. Seit der zweiten juristischen Staatsprüfung im April 2003 war er zunächst Syndikus im Bereich Personal/Recht der Zapp AG mit Sitz in Ratingen. Heute ist er Leiter der Rechtsabteilung dieser Gesellschaft. Seit dem Jahr 2000 ist Paul Sebastian Hager als Korrektur-assistent an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum tätig. An der Fachhochschule für Ökonomie und Management (FOM) in Essen lehrt er seit dem Wintersemester 2006/2007 als freiberuflicher Dozent für Wirtschaftsstrafrecht.