Der Tatbegriff des § 24 StGB

Buchcover BS 03

Autorin: Jörg Scheinfeld

Seiten: 172

Erscheiningsjahr: 2006

ISBN: 3-927983-73-X

€ 25,-
incl. MwSt.

Stern

Ein Straftatversuch verläuft oft anders, als der Täter ihn sich bei Beginn vorstellte. Ob trotz solcher Änderungen das dem Täter mögliche Weiterhandeln noch Fortsetzung des begonnenen Versuchs wäre, hängt von der Auslegung des Tatbegriffs ab, davon also, ob das Ausgeführte mit dem Möglichen zu einer „Tat“ i.S.d. § 24 StGB verschmelzen würde. Rechtsprechung und Teile der Literatur haben diese Fragestellung aus dem Blick verloren und lösen problematische Fälle über die Anwendung gesetzesfremder Begriffe und ungeschriebener Rechtsfiguren. Die methodische Überzeugung des Autors ist es, dass dieser Weg in die Irre führt. Er stellt daher früh die Weiche, allein das Gesetz entscheidend sein zu lassen. Seine Ergebnisse gewinnt er aus einer methodengerechten Auslegung des § 24 StGB.

Jörg Scheinfeld wurde 1970 in Witten geboren. Ab 1995 studierte er Rechtswissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum. Während des Studiums arbeitete er als studentische Hilfskraft zunächst am strafrechtlichen Lehrstuhl bei Ellen Schlüchter und später bei Rolf Dietrich Herzberg, bei dem er nach seiner ersten juristischen Staatsprüfung im Jahre 2000 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war. Seinen Referendarsdienst versah Jörg Scheinfeld ab 2002 in Bochum. Seit dem Abschluss der zweiten juristischen Staatsprüfung im Jahre 2004 ist er Wissenschaftlicher Assistent am Bochumer Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht und Rechts-philosophie von Tatjana Hörnle.