Stadtstruktur, Kriminalitätsbelastung und Verbrechensfurcht

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Autor: Thomas Kasperzak

Seiten: 348

Erscheiningsjahr: 2000

ISBN: 3-927983-14-4

25,- €
incl. MwSt.

Stern

Die Studie von Kasperzak behandelt die Zusammenhänge zwischen städtebaulichen Strukturen und deren Auswirkungen auf die objektive Kriminalitätsbelastung und subjektive Kriminalitätsfurcht. Anhand einer empirischen Untersuchung, die sowohl von der Methode als auch dem Gegenstand für Deutschland bislang einmalig ist, wird der Frage nachgegangen, ob kriminalgeographische Erkenntnisse aus der Vergangenheit noch bekannt sind und ob die in diesen Studien vorgeschlagenen städtebaulichen Maßnahmen eine Umsetzung in der Praxis erfahren haben. Hierzu wurden über 200 Personen in zwölf bundesdeutschen Städten befragt, die in der Vergangenheit Gegenstand von kriminalgeographischen Studien waren. Vorangestellt ist eine gründliche Sekundäranalyse dieser Studien.

Inhalt:

Vorwort I

Abkürzungsverzeichnis VIII

Einführung 1

1. Kapitel:
Stadtstruktur und Kriminalitätsbelastung

I. Überblick 7
II. Begriff und Aufgaben der Kriminalgeographie 9
1. Terminologie und Definition 9
2. Gegenstand und Ziele der Kriminalgeographie 12
3. Historische Entwicklung 13
III. Kriminalität im Hell- und Dunkelfeld 17
1. Registrierte Kriminalität (Hellfeld) 18
2. Nicht registrierte Kriminalität (Dunkelfeld) 21
IV. Konzepte, Maßnahmen und Lösungsansätze auf kriminalpräventiver und repressiver Ebene 25
1. Überblick 25
2. Ebenen der Prävention 27
3. Verteilungsmodelle von Kriminalität auf räumlicher Ebene 29
4. Kommunale Kriminalprävention 31
5. Kommunale Präventionsgremien 37
6. Community Policing 39
7. Privatisierung von Sicherheit 42
8. Videoüberwachung 48
9. Theorie der Broken Windows 53
10. Strategie der Zero Tolerance 55
V. Zusammenfassung 59

2. Kapitel:
Überblick kriminalgeographischer Erkenntnisse ausländischer Studien über Maßnahmen auf städtebaulicher Ebene

3. Kapitel:
Ergebnisse ausgewählter kriminalgeographischer Studien in Deutschland seit dem Jahr 1968

I. Überblick 81
II. Zur Erklärung delinquenten Verhaltens von Kindern und Jugendlichen (Opp 1968) 84
III. Kriminalgeographie - Ermittlung und Untersuchung der Beziehung zwischen Raum und Kriminalität (Herold 1968) 86
IV. Kriminalitätsatlas der Bundesrepublik Deutschland und West-Berlins (Hellmer 1972) 88
V. Nürnberg - Kriminalgeographie einer Großstadt (Helldörfer 1974) 90
VI. Zur angewandten Kriminalgeographie der Ballungsgebiete - Stadtgeographische Analyse subkultureller Phänomene (Wiebe 1978) 91
VII. Empirische Kriminalgeographie (Schwind/Ahlborn/Weiß 1978) 92
VIII. Identitätstheorie und Gemeindekriminalität (Hellmer 1978) 96
IX. Strukturbedingungen urbaner Kriminalität (Frehsee 1979) 97
X. Wohnhausarchitektur und Kriminalität (Rolinski 1980) 100
XI. Kriminalität in Neumünster (Enquête-Kommission 1983) 104
XII. Strukturen der Kriminalität in Solingen (Plate/Schwinges/ Weiß 1985) 107
XIII. Kriminalität in Landau (Ammer 1990) 110
XIV. Die sichere Stadt (Institut Wohnen und Umwelt 1995) 113
XV. Zusammenfassung der Ergebnisse 116

4. Kapitel:
Stadtstruktur und Verbrechensfurcht

I. Überblick 121
II. Historische Entwicklung 122
III. Heutiger Stand der Forschung 123
IV. Zusammenfassende Erkenntnisse über die spezifischen Relationen zwischen Stadtstruktur und Verbrechensfurcht 130

5. Kapitel:
Expertenwissen über Kriminalgeographie - eine Untersuchung in ausgewählten Kommunen Deutschlands

I. Überblick 135
II. Formulierung der Haupthypothesen 139
III. Operationalisierung der Hypothesen 141
1. Untersuchungsanordnung 141
1.1 Untersuchungsinstrument 141
1.2 Auswahl der Befragungsorte 142
1.3 Auswahl der Adressaten 142
1.4 Stichprobenziehung 144
2. Durchführung der Untersuchung 145
2.1 Versand der Fragebogen 145
2.2 Rücklauf und Rücklaufanalyse 146
IV. Statistische Auswertung und Verrechnung 153
1. Deskriptive Darstellung der erhobenen Variablen 154
2. Auswertung und Darstellung von Variablenzusammenhängen 173
V. Diskussion der Ergebnisse und Überprüfung der Hypothesen 243
1. Hypothese 1: Bekanntheitsgrad bisheriger kriminalgeographischer Studien 243
2. Hypothese 2: Mutmaßlicher Bekanntheitsgrad bisheriger kriminalgeographischer Studien 245
3. Hypothese 3: Bekanntheitsgrad der Ergebnisse kriminalgeographischer Studien 247
4. Hypothese 4: Realisierung städtebaulicher Maßnahmen aufgrund studienbezogener Empfehlungen 249
5. Hypothese 5: Generelle Durchführung städtebaulicher Maßnahmen 251
6. Hypothese 6: Erfolg und Auswirkungen städtebaulicher Maßnahmen 254
7. Hypothese 7: Erforderlichkeit weiterer städtebaulicher Maßnahmen 255
8. Hypothese 8: Zweckmäßigkeit künftiger kriminalgeographischer Untersuchungen 257
9. Hypothese 9: Eignung kriminalgeographischer Studien für praxisnahe Empfehlungen 259
10. Hypothese 10: Wirksamkeit städtebaulicher Maßnahmen 261
VI. Zusammenfassung der empirischen Ergebnisse 262

6. Kapitel:
Integration und Bewertung

7. Kapitel:
Zusammenfassung

Executive Summary 297

Literaturverzeichnis 303

Anhang I 331

Anhang II 335